Benefiz-Turnier für Straßenkinder in Chile

Gemeinsam Fußball spielen, dabei zusammen viel Spaß haben und dann auch noch etwas für einen guten Zweck tun, das war der Grundgedanke bei der Geburtsstunde der inzwischen schon zur Tradition gewordenen Benefizveranstaltung „Kicken für Iquique“ der Kolpingsfamile Schifferstadt.

Im Jahre 2003 fand „Kicken für Iquique“ mit der Begegnung des damaligen Deutschen Kolping-Fußballmeisters gegen den amtierenden Deutscher Ringermeister seine glänzende Premiere. Seitdem wird jedes Jahr für den guten Zweck gekickt und somit feierte man dann 2013 schon das 10 jährige Jubiläum. Was am Anfang noch mit einem einzigen Spiel begann, entwickelte sich schnell zu einem spannenden Blitzturnier wie z.B. 2010 mit den Mannschaften von dem VfB Iggelheim, der Palatia Böhl, dem FSV 13/23 Schifferstadt und der DJK-SV Phönix Schifferstadt.

Im Jahr 2015 änderte man dann erfolgreich den Austragungsmodus und wechselte vom Sommerturnier auf dem grünen Rasen zu einer inoffiziellen Stadtmeisterschaft mit derezit 8 Mannschaften am 1. November zum Feiertag Allerheiligen in die Halle. Gespielt wird nun mit fünf Feldspielern und einem Torhüter. Der Ball muss in fünf Meter-Tore geschossen werden - diese Tore garantieren für viel Abwechslung und noch mehr Treffer. Die Spielzeit beträgt pro Partie 13 Minuten. Diese Veranstaltungsmodus wurde somit auch schnell ein großer Erfolg.

Mit den Einnahmen aus dem Turnier und weiteren Spenden unterstützt die Kolpingsfamilie seit Beginn jedes Jahr die Straßenkinderarbeit in lquique, einer Stadt im Norden Chiles, durch die Förderung der Stiftung "Ninos en la Huella", die Pater Paul Oden (1929 in Pirmasens geboren, ab 1954 Missionar in Chile, im Januar 2017 verstorben) gegründet hat. Anfangs war er an diversen Schulen in Chile tätig, ging dann weiter in den Süden und war hier maßgeblich am Aufbau der ersten Jugendzentren beteiligt. Sein Weg führte ihn 1996 nach Iquique, hier gründete er gemeinsam mit dem Bischof von Iquique den Verein "Ninos en la Huella": Kinder auf dem Pfad.

Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Straßenkinder in ein sicheres Umfeld zu holen und Kindern, die aus extremen Familienverhältnissen stammen, zu helfen. Die betreuten Kinder stammen nahezu ausschließlich aus hochproblematischen familiären Verhältnissen, in denen psychische und physische Gewalt als eine legitime Erziehungsmethode angesehen wird und auf der Tagesordnung steht. Kinderreiche Familien mit fünf bis acht Kindern und ledige, 15-jährige Mütter sind keine Seltenheit in den Einrichtungen. Oft sind die Kinder auf sich alleine gestellt.

Neben der Kolpingfamilie Schifferstadt insbesondere mit den Kolping-Kickern unterhält auch die Gemeinde St. Laurentius Kontakte zu der von Pater Paul Oden gegründeten Initiative in Chile.

Weitere Informationen zu dieser Unterstüzung lesen sie hier auf unserer Web-Seite.

Coronabedingtes AUS für „KICKEN FÜR IQUIQUE“ 2020

Nach reiflicher Überlegung kam das Organisationsteam der Kolpingfamilie Schifferstadt zum Entschluss, das diesjährige Benefiz-Fußballturnier „Kicken für Iquique“ am 01.11.2020 nicht durchzuführen. Nach Aussage von Karl Teutsch vom Orga-Team ist die coronabedingte Unsicherheit für die Durchführung solcher Hallenveranstaltungen der Grund für die Absage.

Nichts desto trotz wird die Veranstaltung im kommenden Jahr 2021 auf jeden Fall weitergeführt.

Traurig sind die Kolpingfußballer und ihr fleißiges Helferteam darüber, dass sie in diesem Jahr das Hilfswerk des verstorbenen Pater Paul in Chile nicht wie gewohnt, und das schon seit 2003, unterstützen können. Immerhin kam im vergangenen Jahr eine Spendensumme von 3.700,- Euro zusammen.

Aus diesem Grund möchten wir alle Freunde und Gönner von Iquique auch im Jahr 2020 auf diesem Weg um eine Spende bitten. Informationen über das Hilfswerk von Pater Paul findet man hier.

Spendenkonto:
Kolpingsfamilie Schifferstadt
Volksbank Kur- und Rheinpfalz eG
IBAN: DE79 5479 0000 0006 1263 59
Verwendungszweck: „Kicken für Iquique“

Allen Spendern auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön („Vergelt’s Gott“).

Rückblick auf einige spannende Fußballereignisse der letzten Jahre

 

2019

Kicken für Iquique 2019

"Kicken für Iquique" am Fr., 1.11.2019 ab 10 Uhr für Straßenkinder in Chile

Kolpingsfamilie Schifferstadt veranstaltet wieder das Benefiz-Fußball-Turnier mit 10 Mannschaften.

Zum wiederholten Male veranstalten die Kolping-Kicker der Kolpingfamilie Schifferstadt das beliebte Benefiz-Fußballturnier zugunsten von Straßenkindern in Iquique/Chile. Zum sportlichen Wettkampf in der Neuen Kreissporthalle in Schifferstadt (Neustückweg 3) treten wiederum renommierte und ambitionierte Fußballmannschaften an:

Stadtwerke Schifferstadt
LC Schifferstadt (Leichtathletik-Club Schifferstadt 1969 e.V.)
Messdiener der Pfarrei Hl. Edith Stein, Schifferstadt
TV Schifferstadt (Turnverein 1885 Schifferstadt e.V.)
FFG Schwarz (Familien Fußballgemeinschaft Schwarz)
Stadtkapelle Schifferstadt
Freiwillige Feuerwehr Schifferstadt
Skiclub (Ski-Club 1955 Schifferstadt e.V.)
Kolping-Kicker der Kolpingsfamilie Schifferstadt
Kolpingjugend der Kolpingsfamilie Schifferstadt

Beginn des Turniers ist am Freitag, 01.11.2019, um 10 Uhr. Mit der Siegerehrung rechnen die Organisatoren der Kolpingfamilie Schifferstadt gegen 16 Uhr. Freunde und Zuschauer sind herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei; Spenden zugunsten der Straßenkinder in Iquique/Chile sind herzlich willkommen.

Der Erlös der Veranstaltung geht wie in jedem Jahr an die Stiftung "Ninos en la Huella", die Pater Paul Oden (1929 in Pirmasens geboren, ab 1954 Missionar in Chile, im Januar 2017 verstorben) gegründet hat. Anfangs war er an diversen Schulen in Chile tätig, ging dann weiter in den Süden und war hier maßgeblich am Aufbau der ersten Jugendzentren beteiligt. Sein Weg führte ihn 1996 nach Iquique, hier gründete er gemeinsam mit dem Bischof von Iquique den Verein "Ninos en la Huella": Kinder auf dem Pfad.
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Straßenkinder in ein sicheres Umfeld zu holen und Kindern, die aus extremen Familienverhältnissen stammen, zu helfen. Die betreuten Kinder stammen nahezu ausschließlich aus hochproblematischen familiären Verhältnissen, in denen psychische und physische Gewalt als eine legitime Erziehungsmethode angesehen wird und auf der Tagesordnung steht. Kinderreiche Familien mit fünf bis acht Kindern und ledige, 15-jährige Mütter sind keine Seltenheit in den Einrichtungen. Oft sind die Kinder auf sich alleine gestellt.

im November 2019

Faire Ballwechsel für eine gute Sache

Kicken für Iquique: Zehn Mannschaften treten bei Kolping Turnier an / 3.100,- Euro eingenommen

Seit 16 Jahren spielen sich Vereine in Schifferstadt gekonnt Bälle zu und das auch noch für eine gute Sache. Die Veranstaltung rnit dem Titel Kicken für Iquique, initiiert und ausgerichtet durch die Kolpingsfamilie Schifferstadt, ist fester Bestandteil im jährlichen Terminkalender. Zehn Mannschaften zeigten in diesem Jahr Einsatz, wobei der Ausrichter den Mitbewerbern den Vortritt ließ im Wettkampf um das oberste Siegertreppchen. 3100 Euro kamen in Summe bei dem Benefizturnier zusammen.

Elf Jahre lang wurde das Kicken für lquique irn städtischen Sportstadion ausgetragen. Zum fünften Mal in Folge fand es nun als inoffizielle Stadtmeisterschaft in der Neuen Kreissporthalle statt. Die guten Erfahrungen aus den Vorjahren motivieren die Kolpingfamilie dazu, an dem Modus festzuhalten. Der gleichbleibende Erfolg zeigt: Der Ausrichter hat Recht. Über die große Resonanz freute sich Karl Teutsch als Sprecher des Organisaıionsteams ebenso wie der Kolpingvorsitzende Gerhard Weimer.

Besonders begeistert waren alle Verantwortlichen von der tiefen Verbundenheit zur Aktion, die die Vereine durch ihre Teilnahme bewiesen. Aus unterschiedlichsten Schifterstadter Zusamrnenschlüssen stellten sich Mannschaften dem sportlich-fairen Wettkampf, der im Zeichen der Arbeit des im Januar 2017 verstorbenen Pater Paul Oden stand. Dessen Arbeit wird von ambitonierlen Mitstreitern der durch ihn gegründeten Straßenkiııderprojekte weilergeführt. Zuletzt hatte Pater Paul mithilfe deutscher Spendengelder das Kinderzentrum „El Rubin“ in einem Elendsviertel in 700 Meter Höhe in der Atacama Wüste ins Leben gerufen. Zirka 60 Kinder zwischen fünf und 15 Jahren werden dort betreut.

„Erstmals dabei war eine Mannschaft der Stadtkapelle“

Bekannte Teams, aber auch Neueinsteiger, hatten sich zum Kícken für den sozialen Zweck in der Neuen Kreissporthalle eingefunden. „Erst mals dabei war eine Mannschaft der Stadtkapelle“, informierte Karlheinz Steck, der ebenfalls dem Orga-Team angehört. Einen respektablen sechsten Platz nach der Kolpingsfamilie auf Rang fünf eroberten sich die Instrumentalisten aus dem Stand heraus. Ihr höchstes Ergebnis: ein 6:0 gegen die Messdienervereinigung, die die rote Laterne im letzten Spiel gegen den Leichtathletikclub Schifferstadt mit 1:0 noch abwehren konnte.

Das Abrutschen nicht verhindern konnte der Vorjahressieger, der Skiclub Schifferstadt. Das Team wurde Achter, nachdem sie der Kolpingjugend irn Spiel um Platz sieben 3:0 unterlag. Mit den Stadtwerken und der Feuerwehr standen sich gleichwertige Gegner im Spiel um Platz drei gegenüber. Bereits bei den Gruppenspielen hatten sie durch Dynamik und Offensive gegen die Mitbewerber gepunktet, holten jeweils zwei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage.

Eine glückliche Premiere gelang den Handballern des TV Schifferstadt im Finale gegen die FFG Schwarz. Nach einem spannenden Endspiel, das von der Ausgeglichenheit der Mannschaften geprägt war, musste die Emscheidung nach der regulären Spielzeit im Zehn-Meter-Schießen entschieden werden. Die Handballer siegten 3:1.

Für die Versorgung von Sportlerlnnen und Zuschauerlnnen hatten die Mitglieder der Kolpingfamilie gesorgt.

2018

Kicken für Iquique 2018

Die traditionelle Benefizaktion der Kolpingsfamilie Schifferstadt e.V. „Kicken für Iquique“ findet wie in den letzten Jahren im Gewand einer inoffiziellen Stadtmeisterschaft statt.

Am Donnerstag 1. November findet ab 10:00 Uhr bis ca. 16:00 Uhr in der Neuen Kreissporthalle ein Turnier mit 10 Mannschaften statt.

Mit dabei sind in diesem Jahr die lokalen Fußballer aus den Reihen der Stadtwerke, Meßdienervereinigung, Handballer, Kolpingjugend und Freiwillige Feuerwehr (Gruppe A) sowie Leichtathletikclub Skiclub, Phönix, FFG Schwarz und natürlich die Kolpingsfamilie Schifferstadt (Gruppe B).

Gespielt wird mit 5 Feldspielern und einem Torwart – fünf Meter Tore garantieren für viel Abwechslung und noch mehr Treffer. Die Spielzeit beträgt zunächst 10 Minuten. Nach Abschluss der Gruppenspiele werden alle Platzierungen ausgespielt. Das Endspiel ist für 15:30 Uhr geplant.

Seit 2003 unterstützt die Kolpingsfamilie Schifferstadt die Straßenkinderarbeit von Pater Paul Oden in Iquique im Norden Chiles. Der Pater ist zwar leider im Januar 2017 im Alter von 88 Jahren verstorben doch seine Arbeiten in Chile werden wie von Bischof Guillermo Vera Soto in einem Brief an die Kolpingsfamilie bestätig unter dem Motto „Der Geist Bruder Pauls lebt weiter in unserer Arbeit“ weitergetragen, und deshalb auch zukünftig von der Schifferstadter Kolping unterstütz.

Der Weg in die Neue Kreissporthalle wird sich somit auf alle Fälle Lohnen. Die Kolpingsfamilie freut sich auf Ihren Besuch und natürlich auch auf Ihre großzügige Spende zugunsten der Straßenkinder in Chile. Der Eintritt zur Benefizveranstaltung ist wie immer frei, für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

im 22.10.2018

Der Geist von Bruder Paul lebt weiter

Kicken für Iquiqui in Form einer Stadtmeisterschaft / Benefizaktion der Kolpingsfamilie findet am 1. November in der Neuen Kreissporthalle statt

Die traditionelle Benefizaktion der Kolpingsfamilie Schifferstadt „Kicken für Iquique“ findet wie in den letzten Jahren im Gewand einer inoffiziellen Stadtmeısterschaft statt: Am Mittwoch, den 1. November findet ab 10.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr in der Neuen Kreissporthalle ein Turnier mit 10 Mannschaften statt. Institutionen und Vereine aus Schifferstadt engagieren sich eine für gute Sache.

„Wir wollten vor drei Jahren etwas neues ausprobieren und halten nach den guten Erfahrungen aus den Vorjahren an diesem neuen Modus fest", erklärt Karl Teutsch, Mitglied des Iquique-Organisationsteams und ergänzt. „Der Spaß am Fußball und das Mithelfen bei einer guten Sache stehen hier klar im Vordergrund."

Was im Jahr 2003 mit der Begegnung Deutscher Kolpingmeister gegen Deutscher Ringermeister eine glänzende Premiere hatte, 2013 das 10jährige Jubiläum feierte. wartet anno 2018 mit einem weiteren Highlight auf: „Kicken lfür Iquique“ gebt in die nächste Runde Mit dieser weiteren Aktion will die Kolpingsfamilie Schifferstadt die Straßenkinderarbeit von Pater Paul Oden in Iquique im Norden Chiles unterstützen. Der Erlös geht zu Gunsten des Kınderzentrums Ninos en la Huella.

Nachdem Bruder Paul Oden am 13. Januar des vergangenen Jahres im chilenischen Iquique im Alter von 88 Jahren verstorben ist, war zu nächst die Frage des Weiterfunktionierens seiner dortigen missionarischen Arbeit abzuklären. Das letzte Projekt von Bruder Paul, das er vor fünf Jahren in eigener Regie und aus Spenden aus Deutschland gegründet hat, ist das Kinderzentrum „Ninos en la Huella”.

ln Alto Hospicio, einem Elendsviertel in 700 Meter Höhe in der Atacama Wüste, das nach wie vor auf Spenden angewiesen ist. Hier werden ca. 60 Kinder im Alter zwischen fünf und 15 Jahren betreut und mit Essen versorgt, die nach der Schule der Hilfe bedürfen, da deren Eltern mittellos sind. Geleitet wird das Kinderzentrum nun von Jorge Ricardo Aquayo Saez der mit Bruder Paul bereits seit 1997 zusammenarbeitete und genau weiß, was wichtig ist, um sein Werk umzusetzen und am Leben erhalten zu können.

„Der Geist Bruder Pauls lebt weiter in unserer Arbeit” geht aus einem Schreiben von Bischof Guillermo Vera Soto an Alexander Kuhn von der Kolpingsfamilie Schifferstadt, ein Mitinitiator der Patenschaft mit Chile, hervor. Ausgetragen wird die 15 Auflage der Benefizveranstaltung heuer mit den lokalen Fußballgrößen aus den Reihen der Stadtwerke, Meßdienervereinigung, Handballer, Kolpingjugend und Freiwillige Feuerwehr (Gruppe A), sowie Leichtathleten, Skiclub, Phönix, FFG Schwarz und natürlich der Kolpingsfamilie Schifferstadt (Gruppe B). Gespielt wird in der Neuen Kreissporthalle mit fünf Feldspielern und einen Torhüter - fünf Meter-Tore garantieren für viel Abwechslung und noch mehr Treffer. Die Spielzeit beträgt zunächst 10 Minuten. Nach Abschluss der Gruppenspiele werden alle Platzierungen ausgespielt. Das Endspiel ist für 15.30 Uhr angesetzt.

Pater Paul Oden, Ordensname Bruder Sebastian, wurde am 23. Juli 1928 in Pirmasens geboren. Er erlernte in seiner Heimatstadt den Beruf des Bäckers und Konditors. 1947 schloss er sich dem Steyler Orden an und legte im Steyler Missionshaus St. Wendel im Saarland sein erstes Gelübde ab. Kurze Zeit später wurde er in das „Haus der Steyler Missionare” nach Rom berufen. Er begann am 1. Oktober 1954 seine Missionsarbeit in Chile. Schließlich führte ihn sein Weg 1996 in den Norden Chiles, nach Iquique. Dort gründete Pater Paul Oden die ersten Jugendzentren und -herbergen, um Straßenkindern ein sicheres Umfeld zu bieten und Kindern aus extremen Familienverhältnissen zu helfen. Die Stiftung steht unter der Schirmherrschaft des zuständigen Bischofs. der gleichzeitig auch Vorstand der Stiftung ist. Die Institution betreut bis zu 500 Kinder.

Der Weg in die Neue Kreissportballe wird sich am 1. November allemal lohnen. Die Kolpingsfamilie freut sich auf alle Fußballfreunde und Gäste, die durch ihre Anwesenheit und Spende das Anliegen der Fußballer, die Unterstützung der Straßenkinder in Chile, fördern und tragen. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Der Eintritt zur Benefizveranstaltung ist wie immer frei; um großzügige Spenden wird gebeten.

  am 6.11.2018

Wintersportler krönen sich im  Herbst zum Stadtmeister

KICKEN FÜR lQUIQUE Skiclub gewinnt Benefizturnier der Koipingsfarnilie /Veranstaltung findet großen Anklang

Aktionen, viele Tore und noch mehr zufriedene Gesichter - Die Benefizakrion der Kolpingsfamilie Schifferstadt „Kicken für Iquique“ an Allerheiligen hatte nur Gewinner. Zum einen das Team des Skiclub Schifferstadt, das sich nach einer gelungenen Premiere 2017 heuer die Krone des inoffiziellen Stadtmeisters aufsetzte, zum anderen die restlichen Vereine und Institutionen, die sieh mit Engagement und Spaß in den Dienste einer guten Sache stellten - und schließlich und vor allem die Projktarbeit für lquique, die sich über eine stattliche Summe an Unterstiiızungshilfe freuen durfte.

„Wir sind sehr zufrieden" erklärte Orgaınisationsleiter Karl-Heinz Steck mit Blick auf die  Veranstaltung und ergänzte, „Wír haben noch kein genaues  Ergebnis, aber die 2.000 Euro-Marke haben wir sicher wieder geknackt“.  Geld, was komplett in die Straßenkínderarbeit von Pater Paul Oden in lquique, im Norden Chiles fließt. Der Erlös geht zugunsten des Kiııdezentrums Ninus en la Huela. Nachdeın Bruder Paul Oden am I3 Januar vergangenen Jahres im chilenischen lquique im Alter von 88 Jahren verstorben ist, war zuınäclıst die Frage des Weitefunkıionierens seiner dortigen missionarischen Arbeit .abzuklären. Das letzte Projekt von Bruder Paul, das er vor fünf Jahren in eigener Regie und aus Spenden aus Deutschland gegründet hat, ist das KinKinderzentrum „ Ninos en la Huella“. In Alto Hospicia, einem Elendsvirtel in 700 m Höhe in der Atacama Wüste das nach wie vor auf Spenden angewiesen ist

„Hier werden ca. 60 Kinder im Alter zwischen fünf und 15 Jahren betreut und mit Essen versorgt, die nach der Schule der Hilfe bedürfen, da deren Eltern mittellos sind. Geleitet wird das Kinderzentrum nun von Jorge Ricardo Aguayo Saez, der mit Bruder Paul bereits seit 1997 zusammenarbeitete und genau weiß, was wichtig ist, um sein Werk umzusetzen und am Leben erhalten zu können. „Der Geist Bruder Pauls lebt weiter in unserer Arbeit“ geht aus einem Schreiben von Bischof Guillermo Vera ; Soto aus lquique hervor.

Packende Szenen, viele Tore

Zehn Mannschaften nahmen nun an der inoffiziellen Stadtmeisterschaíl teil und unterstützten damit die Benefizaktion der Kolpingsfamilie Schifferstadt. „Mannschaften wie die der Freiwilligen Feuerwehr oder der Stadtwerke sind natürlich eine echte Bereichenıng für diese Veranstaltung", erklärte Mitorganisator Karl Teutsclı mit Blick auf die Neulinge im Turniertableau, die von zahlreichen Fans auf den  Rängen unterstützt wurden. Und die Stadtwerke schafften auf Anhieb den Sprung ins Finale, trafen dort auf den Skiclub, der 2017 mit einem beachtlichen dritten Rang eine gelungene Premiere gefeiert hatte. Das Finale war denn auch ein  Spiegelbild der kompletten Turnierveranstaltung. Packende Szenıen, viele Tore und eine hauchdünne Entscheidung. Die Stadtwerke führten dreimal, der Skiclub glich dreimal aus - zuletzt mit der Schlusssirene. Ein Neunmeterschießen musste die Enlscheidımg bringen und hier erwiesen sich die Wintersporller als die treffsichereren. Im kleinen Finale  gewannen die Leichtathleten hauchdünn gegen die Handballer.

Hintergrund

Pater Paul Oden, Ordensname Bruder Sebastian, wurde am 23. Juli 1928 in Pirmasens geboren. Er erlernte in seiner Heimatstadt den Beruf des Bäckers und Konditors. 1947 schloss er sich dem Steyler Orden an und legte im Steyler Mtssionshaus St. Wendel im Saarland sein erstes Gelübde ab. Kurze Zeit später wurde er in das „Haus der Steyler Missionare“ nach Rom berufen. Er begann am 1. Oktober 1954 seine Missionsarbeit in Chile. Schließlich führte ihn sein Weg 1996 in den Norden Chiles, nach lquique.

Dort gründete Pater Paul Oden die ersten Jugendzentren und -herbergen, um Straßenkindem ein sicheres Umfeld zu bieten und Kindern  aus extremen Familienverhältnissen zu helfen. Die Stiftung  steht unter der Schirmherrschaft des zuständigen Bischofs, der gleichzeitig auch Vorstand der Stiftung ist. Die Institution betreut bis zu 500 Kinder. „Alle teilnehmenden Vereine und Institutionen haben den Benefizcharakter dieser Veranstaltung voll angenommen", freut sich Kolpingbruder Karlheinz Steck über das faire Miteiııander trotz altem sportlichem Ehrgeiz und ergänzt „Nicht zuletzt von den Vereinen kamen großzügige Spenden".

2017

Kicken für Iquique 2017

Zum wiederholten Male veranstaltet die Kolpingfamilie das beliebte Benefiz-Fußballturnier zugunsten von Straßenkinder in Iquique/Chile.

Zum sportlichen Wettkampf unter dem Motto "Kicken für Iquique" in der Neuen Kreissporthalle in Schifferstadt (Neustückweg 3) treten wiederum renommierte und ambitionierte Fußballmannschaften an:

Lehrersportgemeinschaft Ludwigshafen
LC Schifferstadt (Leichtathletik-Club Schifferstadt 1969 e.V.)
Messdiener der Pfarrei Hl. Edith Stein, Schifferstadt
TV Schifferstadt (Turnverein 1885 Schifferstadt d.V.)
FFG Schwarz (Familien Fußballgemeinschaft Schwarz)
Skiclub (Ski-Club 1955 Schifferstadt e.V.)
Kolping-Kicker der Kolpingfamilie Schifferstadt
Kolpingjugend der Kolpingfamilie Schifferstadt

Beginn ist am Mittwoch, 01.11.2017, um 10 Uhr. Mit der Siegerehrung rechnen die Organisatoren der Kolpingfamilie Schifferstadt gegen 15 Uhr. Der Eintritt ist frei; Spenden zugunsten der Straßenkinder in Iquique/Chile sind herzlich willkommen.

Bericht der Messdiener in den Kirchennachrichten 2017

Kicken für Iquique 2017

Mannschaft der Messdiener traditionsgemäß dabei

Bereits im dritten Jahr fand an Allerheiligen ein Benefiz-Fußballturnier für Iquique in Chile in der neuen Kreissporthalle in Schifferstadt statt. Organisiert wird dieses Turnier jedes Jahr von der Kolpingfamilie Schifferstadt, die seit vielen Jahren einen guten Kontakt nach Iquique hat und immer wieder Benefizaktionen dafür startet.

 

Auch in diesem Jahr war ein unerwartet dünn besetztes, aber dafür umso motivierteres Team der Messdiener St. Jakobus vertreten und durfte sich mit zwei Mannschaften der Kolpingfamilie und fünf weiteren Gruppierungen messen. Dies begann im ersten Gruppenspiel auch sehr vielversprechend mit einem 1:0 – Sieg gegen die Jugendmannschaft der Kolpingfamilie. Doch die Hoffnung hielt nicht allzu lange an, da dann zwei unglückliche Niederlagen folgten, was einen dritten Platz in der Endtabelle der Gruppe bedeutete.

In den Platzierungsspielen bemerkte man dann aber zusehends die fehlenden Auswechselspieler, sodass diese dann auch verloren gingen. Somit beendete die Mannschaft das Turnier auf dem 8. Platz. welcher bei der Siegerehrung aber genau wie der erste und alle anderen Plätze mit einem Gutschein eines ortsansässigen Sportgeschäftes belohnt wurde. Auch einige Fans waren den Tag über verteilt anwesend, welche die Mannschaft unterstützt haben.

2016

Kicken für Iquique 2016

2. Kolping-Benefiz-Turnier im neuen Modus

Die traditionelle Benefizaktion der Kolpingfamilie Schifferstadt „Kicken für lquique“ findet am Dienstag, 1. November, von 10 bis 15 Uhr in der Wilfried-Dietrich-Halle statt. Dort wird wie bereits im vergangenen Jahr ein Hallenturnieı mit acht Mannschaften ausgetragen, womit der Kick laut Auskunft der Veranstalter wieder zur inofliziellen Stadtmeisterschaft für eine gute Sache wird.

im Oktober 2016

„Stadtmeisterschaft“ für den guten Zweck

Benefizaktion „Kicken für Iquique" der Kolpingfamme Schifferstadt am 1 . November in der Neuen Kreissporthalle

Die traditionelle Benefizaktion der Kolpingfamilie Schifferstadt „Kicken für lquique“ findet am Dienstag, 1. November, von 10 bis 15 Uhr in der Wilfried-Dietrich-Halle statt. Dort wird wie bereits im vergangenen Jahr ein Hallenturnieı mit acht Mannschaften ausgetragen, womit der Kick laut Auskunft der Veranstalter wieder zur inofliziellen Stadtmeisterschaft für eine gute Sache wird.

„Wir wollten etwas Neues ausprobieren und halten nach den guten Erfahrungen aus dem Vorjahr an diesem neuen Modus fest“, erklärt Karl Teutsch. Mitglied des lquique-0rganisationsteams und ergänzt: „Der Spaß am Fußball und das Mithelfen bei einer guten Sache stehen hier klar im Vordergrund.“

Der Benefizkick wurde zum ersten Mal 2003 veranstaltet. Damals trafen die Deutschen Kolpingmeister gegen Deutsche Ringerrneister an. Seitdem wird jedes ]ahr für den guten Zweck gekickt. Denn mit den Einnahmen unterstützt die Kolpingsfamilie die Straßenkinderarbeit von Pater Paul Oden in lquique, einer Stadt im Norden Chiles.

In diesem Jahr werden Spieler aus den Reihen der Leichtathleten, Handballer, Messdienern, der FFG Schwarz und der Kolpingsfamilie in Mannschaften gegeneinander antreten. Mit dabei sind natürlich auch die Titelverteidiger, eine Lehrersportgemeinschaft aus Ludwigshafen.

Gespielt wird mit fünf Feldspielern und einem Torhüter. Der Ball muss in fünf Meter-Tore geschossen werden - diese Tore garantieren laut der Kolpingfamilie für viel Abwechslung und noch mehr Treffer. Die Spielzeit beträgt pro Partie 13 Minuten.

Mit einer Kindertagesstätte von Pater Paul Oden, der in Pirmasens geboren wurde, ist das KolpingfußballerTeam vor 19 Jahren in Kontakt getreten. Ein Satz ausrangierter Trikots wurde den Kindern dort überreicht. Diese haben mittlerweile eine eigene Tagesstättenmannschaft gegründet, wie Fotos zeigen, die Pater Paul nach Schifferstadt geschickt hat. Die Kolpingfußballer wollen die Arbeit des Missionars, der vor wenigen Wochen seinen 88. Geburtstag feierte. nun mit dem Erlös eines weiteren Benefizspiels unterstützen. Pater Paul Oden, dessen Ordensname Bruder Sebastian ist, schloss sich 1947 dern Steyler Orden an. Er begann am 1. Oktober 1954 seine Missionsarbeit in Chile. Seit 1996 ist er in Iquique, wo er die ersten Jugendzentren und -herbergen gründete. Diese sollen Straßenkindern ein sicheres Umfeld bieten. Der Eintritt zum Benefizkick ist wie immer frei, allerdings wird um Spenden gebeten.

Bruder Paul und seine Straßenkinder

Unser dankbares Gedenken an

Bruder Paul Oden SVD
* 23.07.1928 Pirmasens, Speyer
+ 13.01.2017 in Iquique, Chile

 

 

Über die Arbeit von Pader Oden

am 16.1.2017

Bruder Paul Oden im Alter von 88 Jahren verstorben

NACHRUF Bis zuletzt wirkte und lebte er für seine Projekte mit Kindern und Jugendlichen

Im Aller von 88 Jahren ist nach kurzer schwerer Krankheit am vergangenen Freitag der Steyler Missionspater Bruder Paul Oden im chilenischen Iquique verstorben. Bis zuletzt wirkte und lebte er für seine „Kinder", seine Stiftungen und Vereine. Auch in Schifferstadt und besonders in der Gemeinde St. Laurentius war er seit vielen Jahren stark verwurzelt. Noch vor 14 Tagen telefonierte er mit dem stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden Alexander Kuhn und berichtete ihm über verschiedene Situationen in lquique. mit der seit 17 Jahren eine Patenschaft mit der Gemeinde St. Laurentius besteht, dessen Mitinitiator Alexander Kuhn ist. Auch die Kolpingsfamilie engagiert sich sehr für die Projekte von Bruder Paul und veranstaltet unter anderem seit vielen Jahren das inzwischen traditionelle „Kicken für Iquique“. Aber auch der Lions Club „Goldener Hut" hatte stets ein offenes Ohr für seine Projekte.

Bruder Paul Oden, Ordensname Bruder Sebastian, wurde am 23. Juli 1928 in Pirmasens geboren und besuchte von 1935 bis 1942 die Horebschule Zunächst erlernte er in seiner Heimatstadt den Beruf des Bäckers und Konditors. 1947 schloss er sich dem Stevler Orden an und legte im Steyier Missionshaus St. Wendel im Saarland sein erstes Gelübte ab. Kurze Zeit später wurde er in das „Haus der Stevler Missionare" nach Rom berufen und begann am 1. Oktober 1954 seine Missionsarbeit in Chile. Die ersten Jahre verbrachte er in Santiago in der Sclıule „Colegio Verbo Divino". Hier begann seine Arbeit mit den Chilenischen Pfadfindern, die sein ganzes Leben mitbestimmen sollte.

1972 wurde er in den Süden Chiles gesandt. 1000 Kilometer von Santiago entfernt nach Puerto Varas. Hier begann er mit dem Aufbau der ersten Jugendzentren und -herbergen. 1996 führte ihn dann sein Weg in den Norden Chiles. nach Iquique. lm gleichen Jahr gründete er mit dem damaligen Bischof von lquique die „Fundacion Nino en la Huella“, um Straßenkindern ein sicheres Umfeld bieten und Kindern aus extremen Familienverhältnissen helfen zu können. Diese Institution betreutinzwischen bis zu 400 Kinder und insgesamt sieben Einrichtungen in lquique, Alto Hospiciu und Fuze Almonte. Eine weitere Einrichtung von Bruder Paul ist die Tagesstätte „Mi Refugio" für Kinder im Aller zwischen 6 bis 16 Jahren, die am Nordrand der Stadt im Armenviertel liegt. Hier sind Kinder im Alter zwischen 6 bis 16 Jahren herzlich willkommen. Durchschnittlich besuchen 30 bis 40 Kinder die Einrichtung. Sie bekommen dort ein warmes Essen, werden bei den Hausaufgaben unterstützt und ihnen Freizeitangebote ermöglicht. Außerdem gründete Bruder Paul auch das Mädchenheim „Sra. de Lourdes“, in dem während der Woche zehn Mädchen im Alter von 5 bis 12 Jahren leben, auf eigenem Wunsch oder dem der Eltern. Mit großem Engagement kümmerte sich der Styler Missionar auch um den Kindergarten „Huellitas El Rubin“, der sich nach dem Erdbeben 2014 im Wiederaufbau befindet und danach wieder für rund 90 Kindern aus den ärmsten Familien in Iquique Platz bieten soll. Doch auch die Allerkleinsten wurden von ihm nicht vernachlässigt. So gibt es auch zwei Babykrippen. Die eine nennt sich „Sala Cuna Huellitas“, ein wichtiger Teil des erwähnten Kindergartens, in dem 40 Babys zwischen drei Monaten und zwei Jahren betreut werden. Bei der Babykrippe „Sala de Cuna Pasilos" handelt es sich um die südlichste Einrichtung, die bis zu 35 Kinder in zwei Gruppen betreut. Zu nennen sind auch seine Projekte „De Reparacion“ mit Raum für 120 Kinder, die Probleme in den Familien haben.

Dieses Zentrum der Fundacion befindet sich in Alto Hospicio, der Vorstadt von Iquique. Es musste nach dem Erdbeben im April 2014 wegen starker Schäden zunächst geschlossen werden, doch im Oktober des gleichen Jahres hatte Bruder Paul seine Arbeit wieder aufgenommen, um die Wiederaufbauarbeiten zu forcieren, damit sie zügig abgeschlossen werden konnten. Bei seinen letzten Projekten handelt es sich um eine Armenspeisung in den Slumviertel für Menschen, die auf der Straße leben. Außer der Armenspeisung in diesem Zentrum gibt es aber noch sechs weitere, die überall in Alto Hospicio verteilt seien. Außerdem war er auch verantwortlich für Kinder und Jugendliche in „Las Tomas“. Das ist ein Gebiet, auf dem Menschen illegal ihre Hütte gebaut haben und nun. ohne Erlaubnis des Staates, dort wohnen. Nach dem Erdbeben 2014 hatten zwei Frauen angefangen, für die Kinder in diesem Viertel an drei Tagen der Woche zu kochen mit geringen Mitteln, aber viel Engagement. Zusammen mit ihnen wird nun versucht, die reine „Speisung“ auszuweiten, den Kindern nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern auch schulische Hilfe, Hygienemöglichkeit, ein sicheres Umfeld, Spielmöglichkeiten und christliche Werte zu geben.

Die Patengemeinde San Nurberto in dessen Bereich Bruder Paul seine Aktivitäten hatte, wird sich auch weiterhin um eine Fortführung seines Werkes bemühen. Bruder Paul Oden wurde gemäß den dortigen Vorschriften in La Tirana oberhalb Iquiques bereits beerdigt.

am 25.7.2017

Bruder Pauls Vermächtnis lebt

Projekt Das Kinderzentrum „El Rubio“ ist nach wie vo auf Spenden angewiesen

Die Pfarrgemeinde St. Laurentius Schifferstadt hat durch das Engagement des aus Pirmasens stammenden Bruder Paul Oden eine nun bald 20-jährige segensreiche Patenschaft mit der Pfarrei San Norberto in Iquique, die von der damaligen Pfarrei St. Laurentius, der Kolpingfamilie Schifferstadt in Zusammenarbeit mit Pfarrer Anton Böckel aus Diedesfeld und Förderern eine gute Entwicklung genommen hat.

Nachdem Bruder Paul Oden am 13. Januar diesen Jahres im chilenischen Iquique im Alter von 88 Jahren verstorben ist, war die Frage des Weiterfunktionierens seiner dortigen missionarischen Arbeit abzuklären. Inzwischen konnte der Mitinitiator der Patenschaft, Alexander Kuhn, durch sein rühriges Engagement einiges in Erfahrung bringen.

Marode Kirchenbänke

Außer unserer Patengemeinde San Norberto gibt es in Iquique ein schönes Gotteshaus mit dem Namen „Guter Hirte“, geschaffen von Gustav Eiffel die vom ehemaligen Pfarrer unserer Patengemeinde, Carlos Villagra i.R., geleitet wird. Auch wenn sie außen sehr schön ist, war der Innenraum sehr marode und die Kirchenbänke zusammengebrochen, da sie unter Wurmbefall litten.

Solidaritätsessen für Leichenhalle

Deshalb wurden bereits im Dezember 2016 aus Spenden 4000 Euro zur Verfügung gestellt, um die Kirchenbänke, 19 an der Zahl, aus Oregon Kiefer zu erneuern. „Zwischenzeitlich haben wir den Erlös unseres letzten Solidaritätsessens (Palmsonntag) in St. Laurentius, das insgesamt 5000 Euro erbrachte, über Pfarrer Anton Böckel aus Diedesfeld zur Herstellung einer kleinen Leichenhalle zur Verfügung gestellt, da die Verstorbenen bisher im Kirchenraum aufgebahrt werden mussten“, informierte Alexander Kuhn im Gespräch mit dem Tagblatt. Inzwischen habe Pfarrer i.R. Carlos Villagra den Eingang des Betrages über Bischof Guillermo Vera Soto aus Iquique dankend bestätigt. Dieser kümmerte sich im übrigen auch um die Kirche San Norberto, die von Pfarrer Padre Benjamin verwaltet werde.

Die Kindertagesstätten der Stiftung „Fundacion Nino en la Huella“, die von Bruder Paul unter dem damaligen Bischof gegründet wurden, werden vom Bischöflichen Ordinariat verwaltet und gepflegt sowie staatlich unterstützt. Verantwortlich zeichnet Bischof Guillermo Vera Soto und dessen Administrator Claudio Molina.

„El Rubio“ letzes Projekt von Brouder Paul

Das letzte Projekt von Bruder Paul, das er vor etwa vier Jahren in eigener Regie und aus Spenden aus Deutschland gegründet hat, ist das Kinderzentrum „El Rubio“ in Alto Hospicio, einem Elendsviertel in 700 Meter Höhe in der Atacama Wüste, das nach wie vor auf Spenden angewiesen ist und keinerlei staatliche Hilfe empfängt. Hier werden etwa 60 Kinder im Alter zwischen fünf und 15 Jahren betreut und mit Essen versorgt, die nach der Schule der Hilfe bedürfen, da deren Eltern mittellos sind.

Angeboten werden dazu Hausaufgabenbetreuung und verschiedene Freizeitbeschäftigungen, wie beispielsweise Musikkurse, Sportangebote aber auch Religionsunterricht, ausgerichtet auf die religiösen chilenischen Feste des Jahres, die dort ganz besonders gefeiert werden. Obwohl auch Kinder verschiedenen Glaubens betreut werden, gibt es keine Probleme. Die Bewohner stammen aus großen Teilen aus Bolivien, Peru und Chile, deren Eltern  im Freihafen von Iquique Arbeit suchen.

„Der Geist Bruder Pauls lebt weiter in unsrer Arbeit“.
Bischof Guillermo Vera Soto

Geleitet wird das Kinderzentrum nun von Jorge Ricardo Aguayo Saez, der mit Bruder Paul bereits seit 1997 zusammenarbeitete  und genau weiß, was wichtig ist, um sein Werk umsetzen und am Leben erhalten zu können. „Der Geist Bruder Pauls lebt weiter in unserer Arbeit, in unserer Hilfe, wie er es mir gezeigt hat: hab Vertrauen in die Kinder, beraube sie nicht ihrer Freiheit und Entscheidungen, behandle sie mit Zuneigung und vor allem: gehe voran mit gutem Beispiel und behandle sie immer wie ein Vater seine Lieben“, geht aus einem Schreiben von Bischof Guillermo Vera Soto an Alexander Kuhn hervor.

Um dieses missionarische Projekt auch künftig weiterführen zu können, werde ein monatlicher Beitrag von 2000 Dollar benötigt. Pfarrer Anton Böckel aus Diedesfeld, welcher in seinem bisherigen Einzugsbereich auch immer viele Spenden für Bruder Paul ansammelte, hat nun mit seinen Mitstreitern beschlossen, bis auf weiteres monatlich 1800 Dollar zur Aufrechterhaltung von Bruder Pauls Vermächtnis zur Verfügung zu stellen und bittet deshalb alle um Unterstützung.

Deshalb wurde ein Spendenkonto eingerichtet bei der

VR Bank Südpfalz Landau,
Katholische Kirchenstiftung
St. Remigius Diedesfeld,
Konto-Nummer: 106890049,
IBAN: DE 5654 8625 000 106850049,
Kennwort: „Spende für Bruder Paul“.

Auf Wunsch erhalten die Spenderinnen und Spender selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.

Alle Förderer würden sich sehr freuen, wenn diese gemeinsame Aktion zur Erhaltung eines der Lebenswerke von Bruder Paul Oden auch nach seinem Tod weitergeführt werden könnte. Im übrigen sind Bischof Guillermo Vera Soto und seine Mitarbeiter jetzt schon komplett mit den Vorbereitungen für den Besuch von Papst Franziskus beschäftigt, der in der Mitte Januar 2018 nach Iquique kommen wird.

Freizeithelden 25 2017

"Wenn ich jemandem helfen kann, mache ich es"

FRElZElTHELDEN (25) Alexander Kuhn liebt Herausforderungen / Einsatz für Kirche und Iquique

Rund 1,5 Millionen Menschen in Rheinland-Pfalz sind ehrenamtlich tätig. Was sie tun, geschieht oft im Verborgenen und wird öffentlich nicht wahrgenommen. Ganz selbstverständlich gehen sie dennoch ihren Aufgaben in der und für die Gemeinschaft nach. Sie sind „Freizeithelden“, denn sie opfern gerne etwas, was mir Geld nicht aufzuwiegen ist: Ihre Zeit. Auch In Schifferstadt sind zahlreiche Ehrenamtliche zugange. Grund genug, diesen in unserer Tagblatt-Serie am Montag eine Plattform zu geben. Heute: Alexander Kuhn.

Der Name Alexander Kuhn ist in Schifferstadt unmittelbar mit der Pfarrei Heilige Edith Stein früher Pfarrei St. Laurentius und der Verbindung ins chilenische Iquique verbunden. Kein Weg ist dem Schifferstadter zu steinig, um Projekte umzusetzen, keine Mühe ist ihm zu viel. Etliches Maßgebendes hat er durch seine Vehemenz und seine Unnachgiebigkeit in den zurückliegenden Jahren auf den Weg gebracht.

Seit wann sind Sie im Ehrenamt tätig? „Mein Einsatz im Verwaltungsrat der Pfarrei St. Laurentius begann mit dem Eintritt in die Rente. In jungen Jahren war ich aber schon Pfadfinder gewesen und in der Jungen Union aktiv. habe früh und gerne für Organisatorischer Verantwortung übernommen. Bei der Jungen Union war ich sogar Kreisvorsitzender, als Helmut Kohl Bezirksvorstand war. Fünf Jahre lang hatte ich die Position. Seit 1999 besteht zudem die Patenschaft zu Iquique.“

Wie kamen Sie zu Ihrem Ehrenamt? „Da ich in einem katholischen Internat erzogen wurde, war der Bezug zur Kirche schon immer da. Insofern ist das soziale Engagement vorgeprägt. In den Verwaltungsrat Schifferstadter Pfarrei, die heute den Namen Heilige Edith Stein trägt, kam ich durch den Schwiegervater meines Sohnes. Er hat mir vorgeschlagen, mich dort einzubringen. Das Ergebnis war, dass ich direkt in den Vorstand gewählt wurde und heute stellvertretender Vorsitzender bin. Zur Verbindung mit Iquique kam es durch eine Einladung von Pater Paul Oden im Jahr 1999, den ich von den Pfadfindern her kannte. Der Besuch war für mich eine Offenbarung. Die Bevölkerung dort ist bettelarm und sein Einsatz so wie das Leben der Menschen dort haben mich tief beeindruckt. So kam mir die Idee, eine Hilfsinitiative anzuregen. Gemeinsam mit der Kolpingsfamilie und der Pfarrei entstand die Patenschaft."

Welche Aufgaben sind mit Ihrem Einsatz verbunden? „In erster Linie bin ich verantwortlich für die Belange, die die Verwaltung der Gebäude in kirchlicher Trägerschaft angehen. Das geht von der Erfassung der Aufgaben und der Auftragsvergabe über die Beurteilung der Finanzierung bis zur Überwachung der Maßnahmen. Beispielsweise war es meine Aufgabe, das Pfarrhaus nach dem Tod von Pfarrer Franz Wolsiffer einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. Auch um das Pfarrhaus von Dekan Peter Nirmaier habe ich mich nach dessen Weggang gekümmert. Ich habe einen Kalender, in dem alle Stellen aufgeführt sind, an denen es hakt."

Wie viel Zeit widmen Sie Ihrem Ehrenamt und wie vereinbaren Sie die mit den Anforderungen des Alltags? „In der Woche bin ich einige Stunden beschäftigt. Nach dem Tod von Pater Paul habe ich einige Monate gebraucht, bis alles geregelt war. Aber das mache ich gerne, denn die Gelder, die wir bekommen, sollen zu hundert Prozent in Chile ankommen. Ein gut geführter Terminkalender ist beim ehrenamtlichen Einsatz unerlässlich. Während ich unter der Woche fast täglich in irgendeiner Form Berührungspunkte mit meinem Ehrenamt habe, widme ich das Wochenende meiner Familie. Da ich gerne koche, wird oft bei mir gespeist."

Was bedeutet Ihnen Ihr Ehrenamt? „Würde man die Stunden aufrechnen, könnte man den Einsatz gar nicht bezahlen. Ein Ehrenamt ist etwas, was man aus Überzeugung macht für eine gute Sache. Und ich halte es nach wie vor mit dem Eid, den ich als Pfadfinder abgelegt habe: Wenn ich jemandem helfen kann, mache ich es."

Welche besonderen Erlebnisse sind Ihnen im Gedächtnis geblieben? „Das beginnt schon in der Jugendzeit bei den Pfadfindern. Damals haben wir viele schöne Reisen gemacht, nach Mallorca. Ibiza oder in die Pyrenäen. Das war ein besonderes Erlebnis, denn zu der Zeit war Generalstreik und wir wussten nicht, wie es weitergeht. In einem Park durften wir zelten, hatten nichts zu essen, aber Apfel und Reineclaude-Bäume. Die habe ich ernten lassen und aus den Früchten Brei und Apfel küchle gemacht. Auch mit der Jungen Union habe ich viele Reisen gemacht: Rom, Costa Brava, Paris…  Das war immer schön.“

Was treibt Sie persönlich an? „Es gibt im Wesentlichen zwei Gründe. Erstens: Wer rastet, der rostet. Zweitens: So lange ich noch Arbeit habe und diese erfüllen kann, bereitet mir das Freude.“

Inwieweit hadern Sie manchmal mit Ihrer Tätigkeit? „Dazu sage ich: Wenn man alle Widrigkeiten ernst nehmen würde, schmeißt man den Bäddel gleich weg. Bei mir ist es so: Je größer die Herausforderung und je ernster es wird, desto mehr reizt es mich."

Und worüber freuen Sie sich besonders? „Wenn ich Erfolg habe mit meiner Initiative. Dann bekomme ich kein Geld und kein Lob, aber das Vorhaben ist gelungen.“

Was haben Sie in Ihrem Ehrenamt erreichen können, worauf Sie immer noch stolz sind? „Dass es gelungen ist, die Laurentius-Kirche innen und außen zu renovieren, den Pfarrhof herzurichten, die Tätigkeiten in den Kindertagesstätten zu fördern und nicht zuletzt, dass dank der freundschaftlichen Beziehungen den Armen in Iquique geholfen werden kann. Der Einsatz kam allein durch meine Eigeninitiative und die Bekanntschaft zu Paul Oden zustande. Aktuell freue ich mich darüber, dass es geschafft wurde, einige Parkplätze im Hof des Pfarramtes von St. Jakobus einzurichten. Das Projekt hatte ich schon seit einigen Jahren im Kopf.“

Wie sehr fühlen Sie sich im ehrenamtlichen Dienst unterstützt, sei es seitens des unmittelbaren Umfeld oder der Gemeinde? „Ich bin begabt. Menschen zu motivieren. Daher fühle ich mich sehr gut unterstützt in meinem freiwilligen Engagement. Das klappt aber nur, wenn man selbst mit gutem Beispiel vorangeht.“

Was würden Sie in Schifferstadt gerne ändern und was gefällt Ihnen an der Stadt? „Schifferstadt ist meine Heimatstadt und ich leide darunter, dass politisch nichts funktioniert. Wir haben zu viele Parteien. Wodurch noch so gute Ideen gegenseitig zunichtegemacht werden. Da ich aber hier geboren bin, habe ich einen persönlichen Bezug zu der Stadt. Das Leben hier und das ganze Drumherum sind schön.“

Woraus schöpfen Sie persönlich die Kraft für Ihren Einsatz? „Ehrlich gesagt: Das ist reiner Egoismus. Ich will den Geist pflegen. Für mich ist das Ehrenamt ein Antrieb, alt zu werden.“

Welche Ziele haben Sie sich noch selbst in Ihrem Ehrenamt gesetzt? „Konkrete Ziele benenne ich nicht. Nur so viel: Ich bleibe in der Pfarrei aktiv, solange man mich wählt.“

Wann steht der nächste ehrenamtliche Einsatz an? „Konkret terminiert ist die nächste Verwaltungstatssitzung auf den 28. August. Prinzipiell gibt es aber jeden Tag irgendetwas zu klären."

Weshalb empfehlen Sie jedem, sich ehrenamtlich zu engagieren? „Es ist eine Auffassungssache, ob man sein eigenes Leben aus Vergnügen mit etwas anderem erfüllen kann oder ob man nur wartet, bis es irgendwann vorbei ist.“

PERSÖNLICH

Alexander Kuhn ist 84 Jahre alt. Er arbeitete als Materialwirtschafler - als Industriekaufmann bei einem Ludwigshafener Unternehmen, setzte unter anderem berufliche Marken heim Chung Cheng Memorial in Taiwan sowie beim Hongkong Airport Chep Lap Kok mit fünf Jahren Vorbereitung und Realisationszeit sowie terminlicher pünktlicher Fertigstellung. Weitere Hobbies: Reisen und dabei die Welt kennenlernen. Kuhns Lebens Motto: „Tue Recht und scheue niemand!“