Anlässlich des Diözesan-Seniorentags 2008 besuchte eine größere Gruppe der Kolpingsenioren Dirmstein. Die Kolpingsfamilie des Ortes richtete den Treff für fast 250 Teilnehmer aus der ganzen Pfalz und Teilen des Saarlandes vorzüglich aus.

Der feierliche Gottesdienst in der nahen Pfarrkirche St. Laurentius wurde von Diözesanpräses Pfarrer Andreas König, Bezirkspräses Pfarrer Jörg Stengel (ein Schifferstadter) und dem Ortspfarrer gehalten, mitgestaltet vom Chor der Pfarrei, mit seinen beeindruckenden Bass-Solisten. Im Anschluss an den Gottesdienst stellte der Hausherr die Geschichte des barocken Gotteshauses vor.

Zum gemeinsamen Mittagessen fand man sich wieder in der geschmückten Festhalle ein. Den Nachmittag nutzten die meisten Teilnehmer zu einem geführten Rundgang durch den hübschen Ort. Sie erfuhren viel über die ehemaligen drei Schlösser der Gemeinde, das angesiedelte Kloster, den Jesuitenhof und begegneten u.a. zahlreichen Herrenhäusern mit langgestreckten Fachwerk-Fassaden, hübschen Torbögen mit Wappen oder Heiligen-Figuren.

Nach einer gemütlichen Kaffee-Runde musste man die „Perle der Unterhaardt“ wieder verlassen.

Durch Wald und Flur

Beim letzten Monatstreff ging es mit dem Fahrrad durch Wald und Flur. Die 30 Personen umfassende Gruppe wurde dabei vom Umweltbeauftragten der Stadt und Kolpingbruder Bernd Frank begleitet.

Zunächst lenkte er die Teilnehmer in die sogenannte „Grüne Lunge“ der Stadt, einem Grüngürtel zwischen den ehemaligen Stadtteilen Groß- und Klein-Schifferstadt, ein Gebiet, in dem sich durch die geringe landwirtschaftliche Nutzung eine Oase von Wildkräutern und auch seltene Orchideen entwickeln konnten. Weiterfahrend in Richtung Wald hielt man am Neugraben kurz an, um über die Geschichte des Wassers, das in den Jahren 1961/62 künstlich angelegt wurde, etwas zu erfahren. Quer durch den Wald und über die Autobahn hinweg gelangte man zum „Stürzig Weiher“. Dieses angelegte Gewässer ist ein Eldorado für Frösche und Kröten. Auch der Eisvogel mit seiner Brutstätte auf dem Steilufer fühlt sich hier wohl. Auf der Wasserfläche machen sich Seerosen und blühende Schlingpflanzen breit.

Weiter ging es zu den Nachtweide-Wiesen. Zu Fuß durchquerte man die Wiese mit ihren verschiedenen Wildkräutern zu einem Tümpel, in dessen unmittelbarer Nähe die Absturzstelle eines verunglückten deutschen Jagdfliegers von 1944 ist. Klaus Stahl gab hierzu einen Überblick über die Betreuung dieses Ortes durch eine Gruppe der Katholischen Jugend nach dem Krieg. Ein Birken-Kreuz mit einer Gedenktafel und ein Baum sollen an den damals unbekannten Piloten erinnern.