Unsere Kolpingsfamilie ging aus dem katholischen Gesellenverein hervor, den 21 junge Männer am Pfingstmontag, den 27. Mai 1901, gründeten. Die Aufgaben damals waren neben der Pflege der Religiosität und der Geselligkeit, die Förderung der beruflichen Bildung und die Betreuung der wandernden Gesellen. Am 01. März 1923 konnte ein eigenes Vereinsheim, das Gasthaus „zur Kanne“, nach gründlicher Renovierung eröffnet werden. Es wurde zum Treffpunkt aller katholischen Vereine mit denen man freundschaftlich verbunden war. Hier entwickelten sich beachtliche Aktivitäten. Diese wurden durch die Machthaber des „Dritten Reiches“ jäh unterbrochen. Das Vereinsheim wurde vor der Beschlagnahmung noch schnell verkauft. Der Krieg forderte an den Fronten einen hohen Blutzoll und hinterließ große schmerzliche Lücken. Im Jahr 1962 schlossen sich die nach dem Krieg entstandenen Kolpingsfamilien der beiden Pfarreien St. Jakobus und St. Laurentius zur „Kolpingsfamilie 1901 Schifferstadt“ zusammen. Es galt die Tradition der von Adolph Kolping geprägten katholischen Gesellenvereine effektvoller fortzusetzen und ihre Ziele zu verwirklichen.

Das Hauptanliegen richtete sich bis in die heutige Zeit auf die Bildungsarbeit, die Pflege der Geselligkeit, die Jugendarbeit und den Sport. Sehr erfolgreich waren insbesondere die auf zahlreichen Turnieren erprobten Kolpingfußballer. Sie wurden mehrfacher Diözesan- und Regionalmeister und errangen zehn Mal die Deutsche Meisterschaft, je fünf Mal bei den Herren und der Jugend. Aber auch unsere Kegler haben auf Diözesanebene große Erfolge vorzuweisen.